Montag, 23. Dezember 2019

Das Spiel gegen den direkten Tabellennachbarn aus Kreuzlingen war für beide Teams eine grosse Chance, sich ein bisschen Luft am Tabellenkeller zu verschaffen. Dementsprechend war beiden Teams klar, wie wichtig dieses Spiel war. Dies machte sich bereits zu Beginn bemerkbar, beide Teams starteten nervös und fehlerhaft. Dies sollte sich aber über das ganze Spiel nicht ändern. Ohne zu überzeugen konnten die Eulachstädter Satz 1 und 2 gewinnen. Wer denkt, dass man mit einer 2:0 Satzführung beruhigt aufspielen kann, der täuscht sich. Der Gegner aus Kreuzlingen gab sich nicht auf und startete die psychologische Kriegsführung, welche Smash tatsächlich aus dem Konzept zu bringen schien. So herrschte ab nun an viel Unruhe im Spiel und dies verschaffte den Kreuzlingern neue Hoffnung. In einem hektischen Satzende behielten sie das glücklichere Händchen und konnten Satz 3 für sich entscheiden. Plötzlich ging bei Smash nicht mehr viel. Wie gehemmt wirkte der Auftritt in Satz 4, die Angst einen 3er zu verspielen war wohl zu gross. Aus diesem Grund wurde der 4 Satz zu einer leichten Beute für Kreuzlingen. Nun wusste man, dass man grosse Moral beweisen muss. Zum Glück ist man sich aber nach bereits 3 5sätzern in Serie an die Belastung gewöhnt. Tatsächlich fand Smash wieder besser ins Spiel und verschaffte sich ein wenig Luft, welche erst zum Satzende verflog. Was beim Stand von 14:14 folgte, war dann nichts mehr für schwache Nerven. Abwechslungsweise wurden Matchbälle abgewehrt in teils langen und umkämpften Ballwechseln. Erst beim Stand von 24:23 wusste Smash den gefühlt 1000sten Matchball zu verwerten. Passend zum Spiel, es war ein Fehler.

Die Brisanz war gross in diesem Spiel, wie es Duelle in der unteren Tabellenregion so in sich haben. So lebte dieses Match vor allem von der Spannung und den Emotionen, denn von spielerischer Klasse. Trotz der 2 Punkte fühlte sich dieser Sieg für Smash nicht wirklich wie ein Sieg an. Eigentlich müsste man nach einem Sieg mit abgewehrten Matchbällen ja Moral tanken. Aber nach einer verspielten 2:0 Satzführung, der verpassten Chance zur Verbesserung in der Tabelle, fühlte es sich trotzdem anders an. Noch schlimmer, am Sonntag wartet gleich der nächste Tabellennachbar, ausgeruht versteht sich, da gibt es besseres als einen umkämpften 5-Sätzer zu spielen.

Am Sonntag war das Team aus Schönenwerd zu Gast im Zinzikon. Im kapitalen Spiel des Letzten gegen den Zweitletzten ging es um Viel und das war der Partie früh anzumerken. Jeder Punkt wurde auf beiden Seiten ausgiebig gefeiert und an Provokationen mangelte es nicht. Während die Gäste aus dem Aargau selber sehr solid spielten, waren die Smashler irgendwie noch nicht ganz in der Partie angekommen, wohl noch etwas müde vom Spiel am Vortag. Die Schönenwerder wussten ihren herausgespielten Vorsprung gekonnte zu verwalten und gingen mit einer Führung in die erste Satzpause. Der zweite Satz war dann umkämpfter. Die Teams begegneten sich lange auf Augenhöhe und erst zum Schluss des Satzes gelang es den Winterthurern, sich etwas abzusetzen und den Satzausgleich zu erzwingen. Der dritte Druchgang war dann wiederum eine deutliche Angelegenheit. Eine schwache Sideout Quote, viele Angriffsfehler und eine damit verbundene mentale Schwächephase auf der Seite des Heimteams bedeuteten in der Folge die erneute Führung für den TV Schönenwerd. Im vierten Satz steigerten sich die Eulachstädter wieder. Das Sideoutspiel war wieder stabiler und es gelang den Smashlern vermehrt auch längere Ballwechsel für sich zu entscheiden. Daraus resultierte ein Vorsprung, der teilweise bis zu vier Punkte betrug. Dennoch war das Heimteam nicht in der Lage, diese Führung in einen Satzgewinn zu verwandeln und in der entscheidenden Phase waren es Fehler seitens der Winterthurer und auch einige fragwürdige Entscheide des Schiedsrichterduos, welches die Niederlage des VC Smash gegen Schönenwerd besiegelte.

Einmal mehr musste man sich die Frage stellen, warum man gegen Volero oder St.Gallen beinahe gewinnen kann und richtig gute Spiele zeigt, aber dann gegen die vermeintlich schwächeren Teams nie an diese Leistungen anknüpfen kann. Eine denkbar schlechte Kombination. Nichtsdestotrotz, 2 Punkte und ein Sieg mehr an diesem Doppelwochenende.

Qualifikationsrunde, NLB: Pallavolo Kreuzlingen vs. VC Smash Winterthur
2:3 (23:25, 21:25, 26:24, 25:19, 23:25).
VC Smash: Rageth, Ruosch, Arndt, Waldschmitt, Keller, Zingg, Guzy, Meier, Seiler, Bahit
Coach: Njock. Verletzt: Schneuwly Abwesend: Peter

NLB Qualifikationsrunde OST
VC Smash Winterthur vs. TV Schönenwerd 1:3 (22:25, 25:23, 15:25, 22:25)
VC Smash: Ruosch (C), Rageth, Waldschmidt, Keller, Seiler, Arndt, Zingg, Guzy, Meier, Bahith, Peter. Coach: Njock Verletzt: Schneuwly

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